Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
GutachtenGuide – Kfz-Sachverständigenbüro
Inhaber: Fatih Yilmaz (zertifizierter Sachverständiger)
Ringstraße 44 | 35614 Aßlar
§ 1 Geltungsbereich
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge, Gutachten, Bewertungen und Beratungsleistungen, die zwischen dem Kfz-Sachverständigenbüro GutachtenGuide (nachfolgend „Sachverständiger“) und dem Auftraggeber geschlossen werden.
- Auftraggeber können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, Werkstätten, Autohäuser, Versicherungen und sonstige Institutionen sein.
- Diese AGB gelten auch für alle zukünftigen Geschäftsbeziehungen, selbst wenn sie nicht nochmals ausdrücklich vereinbart werden.
- Abweichende Bedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn sie vom Sachverständigen ausdrücklich in Textform anerkannt wurden.
§ 2 Vertragsabschluss
- Ein Vertrag kommt zustande, sobald der Auftraggeber den Auftrag schriftlich, mündlich oder elektronisch erteilt und der Sachverständige diesen bestätigt oder mit der Bearbeitung beginnt.
- Der Vertrag kann auch durch konkludentes Handeln zustande kommen, z. B. durch Beginn der Gutachtenerstellung nach Absprache.
- Der Leistungsumfang richtet sich ausschließlich nach der individuell getroffenen Vereinbarung.
§ 3 Rechte und Pflichten des Sachverständigen
- Der Sachverständige verpflichtet sich, den Auftrag unparteiisch, weisungsfrei und nach bestem Wissen und Gewissen entsprechend den anerkannten Regeln der Technik auszuführen.
- Zur Auftragsdurchführung kann der Sachverständige geeignete Hilfskräfte oder Drittunternehmen beauftragen. Die Verantwortung gegenüber dem Auftraggeber bleibt hiervon unberührt.
- Der Sachverständige ist berechtigt, alle zur Begutachtung erforderlichen Besichtigungen, Messungen und Prüfungen am Untersuchungsobjekt vorzunehmen.
§ 4 Pflichten und Rechte des Auftraggebers
- Der Auftraggeber hat dem Sachverständigen alle für die Begutachtung notwendigen Informationen, Unterlagen und Zugänge zum Fahrzeug vollständig und rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.
- Das Fahrzeug ist im zu begutachtenden Zustand bereitzuhalten.
- Über bekannte Vorschäden, Reparaturen oder Umbauten ist der Sachverständige vor Beginn der Begutachtung zu informieren.
- Der Auftraggeber versichert, dass die übermittelten personenbezogenen Daten zur Auftragsabwicklung gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen verwendet werden dürfen.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
- Das Honorar richtet sich nach der schriftlichen Vereinbarung oder der zum Zeitpunkt der Auftragserteilung gültigen Preisliste.
- Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zu begleichen.
- Bei Haftpflichtschäden kann der Sachverständige entscheiden, ob die Abrechnung direkt mit der Versicherung erfolgt oder durch den Auftraggeber.
- Bei Zahlungsverzug werden gesetzliche Verzugszinsen sowie eine Mahnpauschale von 5,00 EUR pro Mahnung berechnet. Weitere Kosten (z. B. Inkasso) bleiben unberührt.
- Der Sachverständige ist berechtigt, Vorauszahlungen oder Abschlagszahlungen zu verlangen.
§ 6 Haftung des Sachverständigen
- Der Sachverständige haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt – maximal jedoch auf den Auftragswert.
- Eine Haftung für entgangenen Gewinn oder mittelbare Schäden ist ausgeschlossen.
- Der Sachverständige haftet nicht für Schäden aufgrund unvollständiger oder fehlerhafter Informationen, die vom Auftraggeber oder Dritten bereitgestellt wurden.
- Der Sachverständige verfügt über eine Berufshaftpflichtversicherung.
§ 7 Kündigung durch den Auftraggeber oder den Sachverständigen
- Der Auftraggeber kann den Auftrag jederzeit kündigen. Der Sachverständige ist in diesem Fall berechtigt, die bis dahin erbrachten Leistungen sowie entstandene Aufwendungen gemäß § 649 BGB abzurechnen.
- Eine Absage oder Verschiebung eines verbindlich vereinbarten Termins durch den Auftraggeber ist bis spätestens 24 Stunden vor dem Termin kostenfrei möglich. Erfolgt die Absage später oder gar nicht, behält sich der Sachverständige vor, eine Ausfallpauschale in Höhe von 89,00 EUR (netto) geltend zu machen, sofern kein wichtiger Grund vorliegt.
- Der Sachverständige kann den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen, z. B. bei fehlender Mitwirkung des Auftraggebers oder objektiven Hindernissen.
- In diesem Fall besteht Anspruch auf Vergütung der bis dahin geleisteten Arbeiten.
§ 8 Schweigepflicht
- Der Sachverständige behandelt alle im Rahmen des Auftrags erlangten Informationen streng vertraulich.
- Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur, soweit dies zur Vertragsdurchführung erforderlich ist oder eine gesetzliche Verpflichtung besteht (z. B. an Versicherungen, Gerichte, Anwälte).
§ 9 Urheberrecht und Aufbewahrungspflicht
- Der Sachverständige behält das Urheberrecht an allen von ihm erstellten Gutachten, Zeichnungen, Fotos und Berichten.
- Der Auftraggeber erhält ein einfaches Nutzungsrecht zur vertragsgemäßen Verwendung, insbesondere zur Schadensregulierung.
- Eine Weitergabe der Unterlagen an berechtigte Dritte (z. B. Versicherungen, Anwälte, Werkstätten) ist zulässig.
- Der Sachverständige verpflichtet sich, alle relevanten Unterlagen mindestens zehn Jahre aufzubewahren, soweit keine anderen gesetzlichen Regelungen gelten.
§ 10 Datenschutz
- Der Sachverständige verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der geltenden Datenschutzgesetze, insbesondere der DSGVO.
- Die Datenverarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung.
- Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur, wenn dies zur Vertragsabwicklung erforderlich oder gesetzlich vorgeschrieben ist.
- Weitere Informationen zum Datenschutz stellt der Sachverständige auf Anfrage zur Verfügung.
§ 11 Gerichtsstand und anwendbares Recht
- Für Verträge mit Kaufleuten oder juristischen Personen des öffentlichen Rechts ist der Gerichtsstand Wetzlar, da der Firmensitz in Aßlar liegt.
- Für Verbraucher gilt der gesetzliche Gerichtsstand.
- Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
§ 12 Schlussbestimmungen
- Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform (z. B. E-Mail), soweit gesetzlich zulässig.
- Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
- Die unwirksame Regelung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
